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125 Jahre Beamten-Wohnungs-Verein

Raum für unsere Mitglieder und ihre Geschichten

2024 feierten wir unseren 125. Geburtstag. In gut dreizehn Jahrzehnten hat sich der BWV zu einer der großen Wohnungsgenossenschaften in Frankfurt am Main entwickelt. Schauen Sie mit uns zurück!

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    Am 18. März 1899 unterzeichnen elf honorige Männer in Frankfurt einen Vertrag: Sie schließen sich zu der Wohnungsbaugenossenschaft Beamten-Wohnungs-Verein zusammen. Verpflichtet in Selbsthilfe, Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung nehmen sie ihr Schicksal in die eigene Hand und bauen fortan Wohnhäuser für ihre Mitglieder.

    Mitglied beim BWV kann werden, wer männlich, „großjährig“, Staats- oder Privatbeamter oder Lehrer ist und in Frankfurt wohnt – oder Witwe oder alleinstehende Tochter eines verstorbenen Mitglieds ist. Auch ein Radius von maximal 30 Kilometern um Frankfurt herum ist erlaubt. Jeder der elf Gründer wirft erst einmal privates Geld in den Genossenschaftstopf und haftet „für jeden erworbenen Geschäftsantheil“ mit 500 Mark. Als „Eintrittsgeld“ sind zusätzlich 3 Mark zu zahlen. Rechtlich gilt das „Genossenschafts-Gesetz“, das erstmals 1889 erlassen wurde (auch wenn die erste Genossenschaft bereits 1849 von Schulze-Delitzsch gegründet wurde). Zum historisch ersten Vorstand werden die Genossen Morell, Schoepe und C. Proeser gewählt, zum Aufsichtsrat die Genossen Becker, L. Proeser, Messerschmidt und Simmet.

    Der Bedarf an Wohnraum ist groß. Denn es ist jene Gründerzeit, die Deutschland von einer Gesellschaft von Bauern und Handwerkern in eine Industrienation verwandelte. Besonders Maschinenbau, Elektroindustrie und chemische Industrie boomen, wobei Deutschland hierbei weltweit einen führenden Platz einnimmt. In dieser Phase der Hochkonjunktur wächst auch die Verstädterung in Frankfurt explosionsartig – begleitet von einer krassen Wohnungsnot. 180.000 Einwohner zählt die Stadt 1890, rund 400.000 werden es im Jahr 1905 sein.